Mit Wasserstoff auf lange Strecke

GreenGT H2 first prototype hydrogenEinen neueren bedeutenden, zwar sehr winzigen Nagel hat das Schweizer GreenGT Team vor in den sich gerade abzeichnenden Sarg des traditionellen Autorennens einzuschlagen, das nächstes Jahr mit einem nicht alltäglichen Wagen auf dem Le Mans – er 24 Stunden Rennen teilnimmt...

GreenGT H2 first prototype hydrogen

Die als dem letzten Test der neben der extremen Beanspruchung gezeigten technischen Zuverlässigkeit betrachtbare, 24 Stunden langstreckige Autorennen sind die perfekte Inkubatoren der alternativen Antriebstechnologien. Lass uns nur an den Diesel von Peugeot, an den hybriden Rennwagen von Toyota, oder viel mehr an Audi denken, der vorläufig in beiden Antriebsarten unschlagbar den Takt diktiert. Wegen der rein elektrischen Antriebskette widersetzen sich allerdings auch die Deutschen, und statt ihnen hat ein Schweizer privates Team vor die Mauern der Innervation niederzureissen, und zwar gleich mit verdoppelter Kraft.

GreenGT H2 first prototype hydrogen

Der Stab von GreenGT hat nämlich einen nicht alltäglichen Elektrowagen gebaut. Dies wäre doch nicht zweckmässig gewesen, weil um die nötigen Reichweite zu erreichen hatte das Auto etwa zwei Tonnen von Batterien mit sich schleppen müssen zu brauchen. Dagegen wird die zum Antrieb des die hinteren Rädern antriebende zwei, einzeln 272 PS starke, 2000 Nm leistende Elektromotors nötige elektrische Energie, mit der Zersetzung des Wasserstoffes in einer Brennstoffzelle, auf dem Bord hergestellt. Die aus 18 Blöcke stehende Brennstoffzelle mit 264 kWh Kapazität wurde hinter den Fahrer eingebaut, und die 350 Bar Hydrogentanke haben auf den zwei Seiten des Passagierraums einen Platz bekommen – laut den originalen Planen die Konstrukteure haben es vor diese zu wechseln, und nicht zu laden, obwohl müssen sie noch diese Vorstellung in der traditionell heikelen Kehle der FIA unterdrücken.

GreenGT H2 first prototype hydrogenGreenGT H2 first prototype hydrogen

Nicht nur dies ist natürlich das einzige Hindernis dem Ziel, dass das Auto - das im Sommer von 2012 auf dem Vorlauf des Le Mans – er 24 Stunden Rennen schon aufgetreten hat - in seiner ersten Saison über einen Platz auf dem Podium träumen könnte. In den zwei Tanken gespeicherte 10 Liter Wasserstoff erlaubt zurzeit eine 40 Minuten Betriebszeit – ungefähr zu so viel sind auch die mit Benzin und Diesel getriebene Gegner der LMP1 Kategorie fähig, bloß die sind viel schneller als der zurzeit auf 300 km/h fähige GreenGT H2.

GreenGT H2 first prototype hydrogen

Die Konstrukteure wollen deshalb in der nächsten Saison die Betriebszeit auf 60 Minuten, das zurzeit 1240 kg Gewicht auf 1 Tonne verbessern. Wenn ihn dies gelingt, brauchen sie sich nur noch um den nötigen, kohlenneutral hergestellten Wasserstoff und die betriebssicheren Technologie kümmern (die dreckigen finanziellen Mittel sollten wir vorläufig von der Gleichung auslassen), und so könnte sich der Weg vor dem emissionfreien Rennen öffnen.

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